SELBSTLIEBE – DAS GRÖSSTE GESCHENK, DAS DU DIR SELBST MACHEN KANNST

Im letzten Monat habe ich mich intensiv mit dem Thema “Selbstliebe” beschäftigt. Es ist ein Thema, das mich schon seit Jahren begleitet und woran ich immer wieder arbeite. Vieles fällt mir immer noch schwer, aber ich gehe in kleinen Schritten vorwärts und lerne immer Neues dazu. In den vergangenen Wochen ist mir aufgefallen, wie oft ich negative Dinge zu mir selbst sage. Mein innerer Kritiker ist noch immer sehr aktiv, wenn es darum geht mich selbst voll und ganz anzunehmen – genau so wie ich gerade bin. Der kritische Blick in den Spiegel, das rasche Urteil darüber, ob man etwas kann oder nicht. Im Alltag gibt es immer wieder Situationen bei denen ich mich dabei erwische, wie ich schlecht über mich selbst denke und Dinge sagen, die ich normalerweise nicht einmal zu einem guten Freund sagen würde.

Ich habe es als sehr wertvoll empfunden einen Monat lang bewusst darauf zu achten, wie meine inneren Selbstgespräche ablaufen. Frage dich: Wie spreche ich mit mir selbst und würde ich so auch mit einem guten Freund sprechen? Schlussendlich hat so vieles in deinem Leben damit zu tun, ob du dich selbst akzeptieren und lieben kannst.

Selbstliebe ist das grösste Geschenk, dass du dir selbst machen kannst. Du bist dein bester Freund – dein Leben lang!

Liebe deinen Körper

Den eigenen Körper zu lieben, fällt besonders uns Frauen ziemlich schwer. Das Fernsehen, die Zeitschriften und die sozialen Medien sind voll von idealen Frauenkörpern. Wir werden ständig damit konfrontiert und haben so mit der Zeit ein völlig falsches Körperbild entwickelt. Wir meinen uns erst lieben zu können, wenn wir schönere Haare, vollere Wimpern, einen trainierten Körper haben oder die neuste Mode tragen. Anstatt unseren Körper ständig zu kritisieren, sollten wir uns bewusst machen, was er jeden Tag für uns tut und dankbar dafür sein. Unser Körper ist ein Wunder! Jeden Tag schlägt dein Herz etwa 100.000 Mal und versorgt deinen Körper mit Sauerstoff. Du atmest, ohne dass du darüber nachdenken musst und dein Gehirn vollbringt jeden Tag Höchstleistungen. Dein Körper ist dein persönliches Geschenk! Er sorgt dafür, dass du den Regen auf deiner Haut spüren kannst, dass du den Duft der Blumen riechen kannst, dass du auf einen Berg hinauf wandern kannst um den Sonnenaufgang zu geniessen und er hilft dir mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und das allerwichtigste: zu LIEBEN! Wenn es dir, so wie mir, noch schwer fällt deinen Körper voll und ganz zu lieben, konzentriere dich darauf, wofür du dankbar bist. Was leistet dein Körper jeden Tag Grossartiges für dich? Stell dich morgens vor den Spiegel und zähle jeden Tag drei Dinge auf, die dir an dir gefallen oder bleibe jedes Mal, wenn du an einem Spiegel vorbeikommst stehen und schenke dir ein Lächeln. Sehr hilfreich beim Aufbau eines besseren Selbstbildes sind positive Affirmationen. Suche dir fünf positive Sätze aus und befestige sie an deinem Spiegel. Sage dir jeden Morgen “Ich bin dankbar für meinen Körper und liebe ihn.” und sei gespannt auf die Veränderung.

Hinterfrage deinen Inneren Kritiker

Positive Affirmationen sind das beste Mittel gegen deinen inneren Kritiker. Sie richten deinen Fokus auf das Positive und verändern deine Glaubenssätze. Wenn du dich selbst noch nicht hundertprozentig lieben kannst, aber trotzdem jeden Tag positive Dinge zu dir selbst sagst, werden diese Worte irgendwann genügend Macht haben um deine seit Jahren gepflegten Glaubenssätze zu durchbrechen. Worauf du deinen Fokus richtest, wird mit der Zeit zu deiner Wirklichkeit! Wir haben unseren inneren Kritiker schon viel zu lange viel zu ernst genommen. Wir müssen wieder lernen nachsichtiger und geduldiger mit uns selbst zu sein – so wie mit einem guten Freund – und nicht immer alles glauben, was wir denken. Hinterfrage deinen inneren Kritiker. Nur weil er seit Jahren sagt, dass du dieses oder jenes nicht kannst, nicht gut genug bist oder eh wieder mittendrin aufgibst, muss es nicht die Wahrheit sein. Dein innnerer Kritiker wiederholt ständig alte Muster, ohne sie zu überarbeiten oder auf deine aktuelle Situationen anzupassen. Wir handeln nach Glaubenssätzen ohne uns dessen bewusst zu sein. Deshalb kannst du ihn das nächste Mal ruhig ignorieren und ihm beweisen, dass er falsch liegt 😉 ! Sei stolz auf deine Leistungen und vergiss nicht, dich selbst auch ab und zu dafür zu loben!

Wer sich selbst liebt, kann Liebe geben

Wer sich selbst liebt, kann mehr für andere da sein. Ich würde zwar nicht sagen, dass man jemanden anders NUR dann lieben kann, wenn man sich selbst liebt, aber Selbstliebe ist durchaus ein entscheidender Faktor. Wenn du dich selbst liebst, kannst du dich dem anderen bedingungslos hingeben, ohne etwas zu erwarten. Wenn du dich in dir selbst zu Hause fühlst, musst du im Anderen nicht suchen, was dir fehlt. Du kannst dir selbst Anerkennung geben und bist nicht darauf angewiesen, sie im Aussen zu finden. Du weisst, egal was passiert, du bist sicher. Durch Selbstliebe erlangst du innere Freiheit.

Verbringe Zeit mit dir selbst

Ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstliebe ist für mich auch die Fähigkeit Zeit mit sich alleine zu verbringen. Wann warst du zuletzt wirklich bewusst alleine mit dir und deinen Gedanken? Wir sind ständig umgeben von Reizen und nehmen uns kaum mehr Zeit für uns selbst. Viele werden sogar richtig unruhig, wenn sie mal alleine sind und halten es kaum aus. Ich bin sicher: wer sich selbst liebt, kann auch mit sich alleine sein. Nimm dir einmal pro Woche Zeit für einen kurzen Spaziergang oder stehe jeden Morgen etwas früher auf und nutze die Zeit ganz für dich, deine Gedanken, deine Träume und Wünsche. Dein Herz wird es dir danken!

 

Früher habe ich Selbstliebe oft mit Egoismus gleichgesetzt. Zum Glück durfte ich erkennen, wie falsch ich damit lag und bin nun auf dem besten Weg mich selbst zu lieben. Dafür bin ich sehr dankbar!

Um es in den Worten von Charlie Chaplin zu sagen:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man ‚Authentisch-Sein”.Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war, auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt man ‚Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man ‚Reife”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich ‚Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man ‚Ehrlichkeit”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das ‚gesunden Egoismus”, aber heute weiß ich, das ist ‚Selbstliebe”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man ‚Einfach-Sein”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich heute ‚Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das LEBEN!“

2017-08-04T17:03:45+00:00 02.08.2017|Achte deinen Körper|0 Kommentare

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