40 TAGE OHNE ZUCKER – DAS FAZIT

Mein Selbstversuch ist beendet: 40 Tage lang habe ich bewusst auf industriellen Zucker verzichtet. Nun folgt das Fazit, welches durchaus besser ausfällt als anfangs gedacht… 😉 ! Gerne gebe ich dir in diesem Blogbeitrag eine Übersicht über meine letzten 40 Tage. Gespannt? Dann lies weiter 😉 …

Wie ging es mir währenddessen?

Ich startete mit grosser Motivation in mein “Zuckerfrei-Experiment” und habe versucht möglichst keine Gedanken daran zu verschwenden, wie lange 4o Tage wirklich sein können. Ich nahm einen Tag nach dem anderen und habe auch nie gross nachgezählt, wie viele Tage noch übrig sind. Dies hat mir sicher geholfen meine Anfangsmotivation fast über die gesamten Tage aufrecht zu erhalten. Ich hatte damit gerechnet, dass es mir wahnsinnig schwer fallen wird auf mein tägliches Stückchen Schokolade zu verzichten, den Kaffee ohne Zucker zu trinken und überhaupt so ganz ohne tolles Dessert auszukommen. Erstaunlicherweise fiel es mir jedoch viel einfacher als gedacht. Die ersten zehn Tage waren die Schwierigsten, da sich der Zuckerentzug körperlich bemerkbar gemacht hat. Ich hatte weniger Appetit und während den ersten vier bis fünf Tagen leichte Kopfschmerzen. Ich fühlte mich allgemein etwas lustlos und gereizt, hatte aber komischerweise auch keinen Appetit auf Süssigkeiten. Das kam erst später. In der zweiten Hälfte kam nämlich eine Phase, in welcher ich dauernd Lust auf einen Brownie hatte 🙂 . Der Verzicht auf Zucker fiel mir im Laufe des Expermients aber immer leichter und es wurde zur Gewohnheit. Die schwierigsten Situationen waren jedoch eindeutig Essen in grosser Runde, wenn nach dem Essen alle ein Dessert vor sich stehen hatten – ausser ich. Da musste ich mich manchmal sehr zurückhalten und mich mit einem Kaffee (natürlich ohne Zucker) vertrösten.

Da ich auch sonst beim Einkaufen oft einen Blick auf die Zutatenliste von Produkten werfe, konnte ich diesen Sachen gezielt aus dem Weg gehen. Trotzdem ist mir aufgefallen, dass einige Produkte Zucker enthalten, von denen ich das bisher nicht wusste – beispielsweise Sojasauce, Mayonnaise oder Paprikachips. So ist es mir zwei Mal passiert, dass ich von diesen Dingen gegessen habe und erst danach gelesen habe, dass Zucker enthalten ist. Ansonsten kann ich voller Stolz (und mit Erstaunen) verkünden, dass ich keinen Rückfall zu verzeichnen habe.

Wie geht es mir jetzt?

Jetzt, nach 40 Tagen ohne Zucker, fühle ich mich sehr gut. Ich fühle mich fitter als vorher und mein Hungergefühl hat sich reguliert. Zuvor hatte ich manchmal am Mittag Heisshunger oder verspürte sogar zwischen den Mahlzeiten ein Hungergefühl und habe dann öfters mal zu Schokolade und Co. gegriffen. Nun halte ich meistens problemlos bis zur nächsten Mahlzeit durch und mein Hungergefühl steigert sich bis zum Mittag sanft und wandelt sich nicht innert kurzer Zeit zum Heisshunger, der mich regelrecht attackiert. Ein weiterer positiver Aspekt besteht darin, dass ich nun viel bewusster esse. Da ich wusste, dass ich zwischendrin nichts Naschen durfte, wurden die Hauptmahlzeiten umso wichtiger. Alles in allem blicke ich also sehr positiv auf meine zuckerfreie Zeit zurück.

Wie geht es weiter?

Da ich die positiven Effekte dieses Selbstversuchs gerne beibehalten möchte, erhoffe ich mir, dass ich weiterhin zuckerfreie Tage einlegen kann und mir nur an besonderen Tagen oder am Wochenende Süssigkeiten gönne. Den Kaffee möchte ich weiterhin ohne Zucker trinken. Als ich heute einkaufen gegangen bin, wollte ich mir eigentlich etwas Süsses kaufen – jetzt darf ich ja schliesslich wieder. Aber als ich so vor dem Süssigkeitenregal stand und mir überlegt habe, ob ich WIRKLICH Lust auf Schokolade habe, konnte ich die Frage mit “Nein” beantworten und weiterlaufen. Juhuuu 🙂 ! Ich hoffe, dass dies noch eine Weile so bleibt und ich irgendwann nicht wieder täglich Süsses esse.

Wie du siehst lassen sich schlechte Angewohnheiten, mit etwas Disziplin, also ziemlich gut ablegen. Egal ob einen Tag, eine Woche oder einen Monat lang: Ich empfehle dir sehr, es auch zu versuchen! Nicht nur deine Gesundheit profitiert davon, sondern du stärkst auch dein Durchhaltevermögen und somit dein Selbstvertrauen.

Tipps & Tricks

Es folgen nun einige Tipps & Tricks, die dir vielleicht helfen, falls du dich selbst an diesen Selbstversuch wagen willst:

  • Verbanne zuvor alle Süssigkeiten aus deiner Wohnung. So hast du die Versuchung nicht dauernd vor der Nase.
  • Halte einige Zuckeralternativen bereit (es sei denn du willst auch auf diese Arten von Zucker verzichten). Ich habe in dieser Zeit ab und zu Kokosblütenzucker, Honig oder Agavendicksaft verwendet. Wenn der Verzicht besonders schlimm war, hat ein Honigbrot bei mir wahre Wunder bewirkt.
  • Lese die Zutatenliste der Produkte beim Einkaufen. Zucker steckt auch dort, wo du ihn nicht erwarten würdest!
  • Wenn du irgendwo eingeladen bist, nimm dir doch deine Lieblingsfrucht zum Dessert mit. Es ersetzt zwar keinen leckeren Schokokuchen, aber immerhin musst du dann nicht mit leerem Teller am Tisch sitzen 😉 .
  • Werde dir bewusst, in welchen Situationen du sonst Zucker zu dir nimmst. Oft greifen dazu, wenn wir uns in Stresssituationen befinden oder uns trösten wollen. Finde eine Alternative zu Zucker, die dir in solchen Momenten hilft (Entspannung, Spaziergang, Yoga, Musik hören, etc.).
  • Suche dir Mitstreiter! Ganz nach dem Motto: “Geteiltes Leid ist halbes Leid”.
  • Schreibe die positiven Veränderungen, die du in dieser Zeit spürst, auf. So hast du nach Ablauf der Zeit eine kleine Motivation um nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück zu fallen.

Ich wünsche dir schon jetzt viel Erfolg bei deiner eigenen zuckerfreien Zeit!

2017-07-26T21:02:47+00:00 29.05.2017|Achte deinen Körper|0 Kommentare

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